Kreisverband Bad Kissingen

 

60 Jahre DJK Windheim

Vorsitzender Dr. Thomas Reuß

Johannes Wohlfahrt aus Thüngersheim hatte beim Kommersabend als ein „Liedermacher vom Mee“ seinen Auftritt.Er lockerte den Ehrenabend mit fränkischem Zungenschlag sowie hintersinnigen kabarettistischen Lieder auf, und stellte im Anschluss an den offiziellen Teil sein aktuelles Programm vor.

Zum Kommersabend anlässlich des 60-jährigen Bestehens hatte die DJK Windheim in das Vereinsheim „Alte Schuel“ nach Windheim eingeladen. Um den offiziellen Teil nicht zu trocken werden zu lassen, hatte man sich entschlossen, den Kommers mit Kabarett zu mischen, einen K & K – Abend – Kunst und Kabarettabend also – zu veranstalten. „Ohne die DJK wäre Windheim ein Stück ärmer“ so die Feststellung des Vorsitzenden Dr. Thomas Reuß, der durch den kurzweiligen Abend führte und einen unterhaltsamen Rückblick auf 60 Jahre Vereinsgeschichte bot, der mit zahlreichen historischen Fotos untermalt war. „Legendär ist die Kampfkraft und die Feierfreude immer gewesen, die in der DJK herrschte. Letztere hat sich auch auf die nachfolgende Generation vererbt“ so Reuß, der es verstand, mit humorvollen eingestreuten Beobachtungen die DJK auch auf die Schippe zu nehmen. Fußballerisch seien die 60 Jahre ein stetes Auf und Ab gewesen, die Windheimer hätten aber immer hinter ihrem Verein gestanden. Düster war die Zeit von 1961 bis 1969, als der Spielbetrieb wegen Spielermangels ruhen musste. „Wir haben es aber geschafft, uns wieder aufzuraffen und weiterzumachen“ so Reuß. Die sportlich erfolgreichste Zeit seien wohl die 80er Jahre gewesen. Wegen Spielermangels habe man ab 1996 eine Spielgemeinschaft mit der DJK Burghausen gegründet, die sehr gut funktioniere und in der die beiden Vereine gleichberechtigt seien. Doch nicht nur Fußball wird in Windheim gespielt, seit 1980 gibt es auch eine Damengymnastikgruppe, die sich im Vereinsheim fit hält. „Die Damengymnastik ist wie ein Dach, das von vier Säulen getragen wird. Neben der Aerobic-Gruppe gibt es weiterhin die Gymnastikgruppe. Auch Zarumba wird angeboten und für die Kleinsten bieten wir Kinderturnen und -tanzen an“. Ein Glücksfall sei die Gründung der Damengymnastikgruppe gewesen. Die ersten lizenzierten Übungsleiter der DJK seien Damen gewesen. Heute sind sie für den Verein unverzichtbar. Reuß bedankte sich bei allen, die die DJK unterstützt haben und wünschte sich, dass in Windheim auch in Zukunft Sport getrieben wird. Man versuche, die Weichen richtig zu stellen, so dass man weiterhin attraktiv bleibe.
 
Für Unterhaltung sorgte zwischen den einzelnen Passagen der Liedermacher Johannes Wohlfahrt, der sich auch so seine Gedanken zum Sport gemacht hatte und das Publikum in seinen Liedern daran teilhaben ließ.
 
BLSV-Kreisvorsitzender Rainer Werner lobte die im Verein geleistete Aufbauarbeit, die dazu beitrug, den Verein zu dem zu machen, was er heute ist. „Die Mitglieder sind ein wichtiges Potential eines jeden Vereins. Sport verbindet, so soll es auch in Zukunft sein“ meinte er. Die stellvertretende DJK-Diözesanvorsitzende Karin Müller wünschte der DJK auch für die nächsten Jahre viel Erfolg. Pfarrer Michael Kubatko, der als geistlicher Beirat fungiert, meinte, dass die DJK Windheim in den vergangenen sechs Jahrzehnten ein Domizil für die sportbegeisterte Jugend geboten hätte.
 
Natürlich durften beim Kommersabend auch die Ehrungen nicht fehlen. Winfried Hein, der 18 Jahre lang stellvertretender Vorsitzender und zehn Jahre Vorsitzender der DJK Windheim war, wurde vom Bayerischen Landes-Sportverband für seine hervorragende Verdienste im Sport mit der Verdienstnadel in Gold und einer Urkunde geehrt. Eine tragende Säule sei Hein gewesen und ist es immer noch, wie Reuß bemerkte: „Er war der Mann hinter den Bauarbeiten am Sportplatz und am Vereinsheim. Du hast Dir den Dank und die Ehrung redlich verdient“. Adam Tomkiewitsch, Manfred Nöth und Roland Back wurden für 40 Jahre Vereinstreue zur DJK geehrt. Auch sieben Gründungsmitglieder, die vom ersten Tag der DJK Windheim an dabei waren, wurden geehrt. Es waren dies Hugo Back, Bernhard Borst, Hermann Bötsch, Otmar Hehn, Franz Mahlmeister, Josef Müller und Gregor Nöth.
 
Text und Bilder: Björn Hein, Freier Journalist - Saale-Zeitung
 

geehrte Gründungsmitglieder:
links außen: Vorsitzender Dr. Thomas Reuß
rechts außen: Geistlicher Beirat Pfarrer Michael Kubatko
(hintere Reihe, von links): Gregor Nöth, Otmar Hehn, Hugo Back
(vorder Reihe, von links): Josef Müller, Hermann Bötsch, Franz Mahlmeister, Bernhard Borst

von links:
Manfred Nöth, Adam Tomkiewitsch, BLSV-Kreisvorsitzender Rainer Werner, Roland Back (Nöth, Tomkiewitsch und Back wurden für 40-jährige Vereinstreue geehrt), Winfried Hein (wurde für hervorragende Dienst im Sport mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet)
 

 

Seniorenwanderung in Engenthal

 

Zur ersten Wanderung 2012 traf man sich im April erstmals nicht bei einem DJK-Verein als Gastgeber, sondern im kleinen Weiler Engenthal der Gemeinde Elfershausen, Landkreis Bad Kissingen. Hier hatte Rudi Krebs den früheren Bürgermeister Otmar Pfister für eine Führung durch die historisch ungemein interessante Trimburg gewonnen, zu der die Senioren vom abseits gelegenen kleinen Weinort gemächlich hinaufwanderten. Pfister erläuterte fachkundig die außergewöhnliche Lage dieses geschichtsträchtigen Ortes, wo über Jahrhunderte hinweg von den Landesherren von sogar drei verschiedenen Burgen (Leuchtenburg, Linsenburg und Trimburg) aus die Kontrolle über das weithin einsehbare

 

Saaletal erfolgreich ausgeübt werden konnte. Grandios für die Besucher der herrliche Weitblick hinein in die südliche Rhön und den angrenzenden Thüringer Wald vom gut erhaltenen Burgfried aus. Auf einem teilweise steilen und auch etwas ausgesetzten Höhenweg führte Herbert Naß dann die Wanderer Richtung Sulzthaler Kreuzkapelle, nutzte dabei aber auch an hervorragenden Aussichtspunkten immer wieder die Gelegenheit zu Hinweisen auf das idyllisch gelegene Angerdorf Engenthal tief unten im Tal. Über den „Sulzthaler Blick“ und den Buchberg erreichte man schließlich das Gasthaus „Zur Linde“, wo man den Wanderauftakt 2012 gemütlich ausklingen ließ.

 
Bild und Text Herbert Naß