Von der Leidenschaft des Sports lernen

Wie Dr. Thorsten Kapperer, Beauftragter des Bistums Würzburg für den Bereich Kirche und Sport, seine Aufgabe versteht

Kapperer Zur Person:
Thorsten Kapperer wurde 1980 in Lohr am Main geboren. Nach dem Abitur leistete er seinen Zivildienst in der dortigen Caritas-Sozialstation. Von 2001 bis 2006 studierte er in Würzburg Diplom-Theologie. Der Pastoralkurs führte ihn von 2006 bis 2007 in die Pfarrei Marktheidenfeld. Ab September 2007 war er jeweils mit halber Stelle als Pastoralassistent in der Pfarreiengemeinschaft „Die Walddörfer“ im Dekanat Bad Neustadt sowie als Dekanats-Jugendseelsorger für das Dekanat Bad Neustadt tätig. 2012 wurde er Regionaljugendseelsorger für das Dekanat Bad Neustadt. 2017 wechselte er jeweils mit halber Stelle in die Pfarreiengemeinschaft „Unter der Homburg, Gössenheim“ sowie in die Koordination und Planung für den Pastoralen Raum Gemünden. Kapperer ist verheiratet und Vater eines Sohns und einer Tochter.

Würzburg/Gemünden (POW) Dr. Thorsten Kapperer ist Pastoralreferent und Beauftragter des Bistums Würzburg für den Bereich Kirche und Sport. Welche Rolle für seine Arbeit der DJK-Diözesanverband spielt und welche Hilfe ihm seine Doktorarbeit dafür bietet, erklärt er im folgenden Interview.

POW: Herr Kapperer, Sie sind seit Ende 2020 „Beauftragter des Bistums Würzburg für den Bereich Kirche und Sport“. Was genau ist Ihre Aufgabe?
Dr. Thorsten Kapperer: Beauftragte für Kirche und Sport gibt es in fast allen deutschen Bistümern. Sie schließen sich zum Arbeitskreis „Kirche und Sport“ auf Bundesebene zusammen, einem Arbeitskreis der Deutschen Bischofskonferenz. Ich bin der Vertreter des Bistums Würzburg in diesem Arbeitskreis und somit auch für diese Themen im Bistum Würzburg ansprechbar. Diese Beauftragung habe ich von meiner Vorgängerin, Pastoralreferentin Andrea Kober-Weikmann, übernommen, als diese in den Ruhestand ging.
POW: Wo sehen Sie aktuell die größte Herausforderung?
Kapperer: Der Sport ist ein riesengroßes Thema in Deutschland, vom Amateursport bis in die oberen Profiligen. Die Kirche kann vom Sport und von der Leidenschaft des Sports Einiges lernen. Da müsste sich die Kirche noch etwas öffnen. Ich will meinen Beitrag dazu leisten. Zudem kommt, wie für uns alle, die aktuelle Coronasituation, die den Sport in vielen Bereichen vor große Herausforderungen stellt.
POW: Sie haben Ihre theologische Doktorarbeit zum Thema „Leidenschaft und Fußball. Ein pastoral-theologisches Lernfeld“ verfasst. Inwieweit hilft Ihnen diese Expertise bei der neuen Aufgabe?
Kapperer: Meine Arbeit handelt vom Fußball, richtig, wobei sie sich gut auf andere Sportarten übertragen lässt. Daher hilft sie mir sehr gut und bildet sozusagen die theologische Grundlage meiner neuen Aufgabe. Ich greife immer wieder gerne darauf zurück für Vorträge, Artikel oder Ideen.
POW: Die DJK als großer Verband im Bistum Würzburg ist da sicher auch ein wichtiger Kooperationspartner für Sie.
Kapperer: Ganz genau. Ich darf seit Frühjahr 2021 geistlicher Beirat des DJK-Diözesanverbandes Würzburg sein. In dieser Funktion, die ich ehrenamtlich ausübe, konnte ich schon gute Kontakte knüpfen und erfahren, dass der Verband toll aufgestellt ist. Sicherlich wird es da die eine oder andere Kooperation geben.
POW: Welche konkreten Initiativen planen Sie?
Kapperer: Neben meiner Teilnahme an den Konferenzen des Arbeitskreises Kirche und Sport auf Bundesebene plane ich auch konkrete Aktionen im Bistum Würzburg. Dazu gehört zum Beispiel die Fortführung des Väter-Kinder-Fußball-Wochenendes sowie des Weihnachtssingens mit den Würzburger Kickers. Bei diesen Veranstaltungen war ich schon mehrere Jahre lang beteiligt. Ich bleibe auch mit Alfred Streib „Teamchef“ der Seelsorger-Fußball-Mannschaft des Bistums. Darüber hinaus möchte ich Ansprechpartner für alle Interessierten in diesem Bereich sein. Dazu habe ich im Mitarbeiter-Informations-System (MIT) des Bistums Würzburg eine eigene Gruppe „Kirche und Sport“ gegründet. Daran können alle teilnehmen, die an diesem Thema Interesse haben und sich locker vernetzen wollen. Was sich daraus entwickelt, werden wir sehen.

Zudem können sich natürlich alle am Thema Interessierten gerne bei mir melden, um gemeinsame Ideen zu entwickeln (Telefon 09351/600858, E-Mail thorsten.kapperer@bistum-wuerzburg.de). Ich freue mich über jede Idee!

Quelle: pow.bistum-wuerzburg.de