Kreisverband Rhön-Grabfeld

Frauentag 2015 im DJK Kreisverband Rhön-Grabfeld
Neue Eindrücke vom Findelberg

Am Samstag, den 31. Oktober, trafen sich zahlreiche Frauen aus dem Kreisverband Rhön-Grabfeld in Wülfershausen um 10 Uhr zu einem gemeinsamen Frühstück, das Johanna Gensler, Frauenbeauftrage des DJK Kreisverbandes Rhön-Grabfeld, und Nadine Kiessner, Jugendleiterin des DJK Kreisverbandes Rhön-Grabfeld, vorbereitet haben.

Peter Schubert, geistl. Beirat vom DJK Kreisverband Rhön-Grabfeld, begrüßte uns mit besinnlichen Worten zum Thema: Lebenssinn.

Danach wanderten wir auf dem gepflegten Fahrradweg von Wülfershausen zur Wallfahrtskirche „Maria, Trösterin der Betrübten“ auf dem Findelberg in Saal an der Saale. Schon unterwegs wurden interessante Gespräche über die im September stattgefundene DJK Landeswallfahrt geführt. Einige der Frauen erinnerten sich, dass sie auch bei der DJK Landeswallfahrt vor 5 Wochen von Sommerach nach Münsterschwarzach dabei waren. Auch damals wie jetzt konnten wir die warmen Sonnenstrahlen des angenehmen Herbstes genießen.

Auf dem Findelberg angekommen erwartete uns Frau Rita Ebner, die uns wissenswertes über diesen Wallfahrtsort erzählte, unter anderem, wie es zu dieser Wallfahrtskirche kam. Der Findelberg ist neben Ipthausen einer der alten Wallfahrtsorte im Grabfeld. Die Kirche ist Maria, der „Trösterin der Betrübten“, geweiht und eine Station des fränkischen Marienwegs. Folgende Legende erzählte sie den erwartungsvollen Damen:
Ein Hirte fand ein Muttergottesbild beim Hüten seiner Schweine auf einer kleinen Anhöhe bei Saal. Er brachte es in die Dorfkirche von Saal. Am anderen Morgen fand man es wieder an der Fundstelle. Nun trug man es in die Kirche nach Wülfershausen. Aber auch hier kehrte es zum Findelberg zurück. Zuerst heftete man das „wandernde Gnadenbild“ an einen Bildstock. Später verehrten die Gläubigen das Marienbild in einer kleinen Kapelle, und schließlich wurde von 1781 bis 1786 eine größere Wallfahrtskirche im Empirestil errichtet.

Auch die Außenanlage am Findelberg ist sehr interessant, z. B. wurde ein neues Kreuz errichtet mit einem Platz für den Altar, der aus der Kirche geholt und im Freien aufgestellt wurde, um hier Gottesdienste zu feiern.

In der Kirche hielt Peter Schubert für uns noch eine kleine Andacht mit Gedanken zum anstehenden Feiertag Allerheiligen.

Am Schluss wanderten wir wieder zurück nach Wülfershausen, wo wir im Sportheim mit Kaffee und Kuchen den Tag ausklingen ließen. Karin Müller, stellv. DJK Diözesan-Vorsitzende, bedankte sich bei den Organisatorinnen Johanna Gensler und Nadine Kiessner für diesen besinnlichen, informativen und erholsamen Tag.

Karin Müller

 


 

   

 

Mundarttheater der DJK Wegfurt 

Bischofsheim (me). Ein Höhepunkt des Böschemer Stadtfestes und der Unterfränkischen Bezirkskulturtage war das Mundarttheater der Laienspielgruppe der DJK Wegfurt. In schönster Wegfurter Mundart wurde das historische Stück „Där Streitmichl“ aufgeführt, nach einer alten Legende, die im Wald zwischen Wegfurt, Sondernau und Schönau beheimatet ist.
Egon Sturm hat das Stück vor 20 Jahren geschrieben, anlässlich der Kulturtage passte es bestens, da nicht nur die Mundart sondern auch die dahinter stehende Legende ein Stück Rhöner Kulturgut darstellt.
Bürgermeister Udo Baumann freute sich, dass so viele Interessierte das Angebot annahmen und den Aufführungen auf der Freilichtbühne hinter dem Rentamt beiwohnten. „Das ist für uns heute eine Premiere auf dieser Naturbühne.“ Echtes Wegfurter Dorfleben werde hier dargestellt, lud er zu einer vergnüglichen Dreiviertelstunde mit Rhöner Mundart ein.
Am Marktberg, wo die Gemarkungen von Sondernau, Wegfurt und Schönau angrenzen geht es um - dort treibt der Streitmichl sein Unwesen. In alter Zeit war jenes Gebiet einmal umstritten. Sowohl die Wegfurter als auch die Schönauer und Sondernauer forderten es als Eigentum. Der Streit kam zum Gericht nach Bischofsheim. „Vum Streitmichl well ich verziel die Geschicht, on bies däenn orme Bauer gange es vür Gericht“, so begann die Geschichte, die von der schönen Fee (Tamara Sturm) erzählt wurde.
Grauslich ist es, denn stürmt und braut am Marktberg und auch im Salzforst ist es nicht geheuer. Der wilde Jäger (Egon Sturm) und eine Feuermännchen (Sabina Scheuring) treiben ihr Unwesen. „Däer well Jächer gäet düwe en Moedberch öm, dos Fäermännle es em Salzforscht dehmm.“ Da kann man schon Angst bekommen. Und Angst hatte des Bauers Frau (Martina Kamm), die mit ihrem Mann (Alfred Mölter) auf dem Heimweg war, vor allem als ihnen das Feuermännchen begegnete. Ein Gebet. Ein Gebet, das würde sicherlich helfen. Dem Bauern aber wurde es dann doch zu bunt. „Ower mir langt jetz dos Getu, jetz läesste ons emoel en Ruh! Mie trate nun däenn Hemmwaag uh, on du bleist do, du Fäuermuh.“ Dabei wäre es so einfach gewesen, bloß ein Vater unser und das Feuermännchen wäre erlöst gewesen.
Und dann hatte der Streitmichel (Benjamin Lenhardt) seinen Auftritt, einem Bauer hatte er gerade die letzte Kuh aus dem Stall getrieben. „Ä ganz Vermüche honn iech so zommgerafft, on kenner hoet miech bishär geschafft.“ Um mehr und mehr Vermögen geht es ihm. „Aach offn Meineid kömmt miersch nied uh, wann iech blues äbbes verdieen dodru.“ Ja und vor einem Meineid schreckte er dann in der Tat nicht zurück. Und auch nicht davor, die schöne Bäuerin mit goldenem Geschmeide zu verführen, die sich dann ihrer Ehre beraubt auch noch erhängte.
Was kommt es dem Streitmichel da noch auf einen weiteren Acker an, den dem Bauern abzunehmen war ihm doch eine Kleinigkeit. Er bestach den Bischofsheimer Landrichter (Thilo Schilder) mit selbstgewebter Leinwand. Am Gerichtstag füllt er seine Stiefel mit Erde von seinem Acker, stellte sich auf das umstrittene Grundstück und leistete den heiligen Eid, dass er hier auf seinem eigenen Grund und Boden stehe. Vergeblich versuchte der Bauer sein Stückchen Land zu verteidigen. „Dass iech mei Eichentum verteidich, bos ä annerer mir macht streitich.“ Doch der ungerechte Richter sprach dem Streitmichel das Grundstück zu. Verzweifelt war der Bauer „Es git koe Gerechtigkoet miee off däere Wäeld, es oinzich bos ziehlt es Macht on Gäeld.“ Aber er war auch sicher: „es räecht sich alles em Lauf vu dr Zeit.“
Und tatsächlich, der Sage nach muss der Streitmichel zur Strafe für seinen Frevel ewig dort umgehen, wie der Wilde Jäger und mit ihm der ungerechter Richter. In manchen Nächten hört man dort ein Brausen und Ächzen, und mancher von den Alten will den Streitmichel auf einem feurigen Pferd reiten gesehen haben. Andere behaupteten sie hätten ihn gesehen, wie er mit dem Gerichtsherrn an einem Tisch bei einem lärmenden Zechgelage gesessen habe. Alle warnen davor, das Gebiet des Wilden Jägers in stürmischen Nächten zu betreten.

Bericht und Bilder: Marion Eckert

 


 

 

Das Bockspringen der DJK Waldberg zum Kreuzberg hat sich gelohnt. 

 

Sandberg-Waldberg (me) Die DJK Waldberg hat das RADIO PRIMATON-Vereinsgewinnspiel gewonnen! Der Verein erhält 10.000 Euro für die Vereinskasse. Mit dem Bockspringen zum Kreuzberg haben die DJK`ler die meisten Stimmen bekommen und konnten sich klar vor ihren Konkurrenten absetzen.
Das Ereignis wurde in Waldberg natürlich gebührend gefeiert. Der DJK Vorsitzende Mario Ziegler war begeistert. „Damit haben wir nicht gerechnet. Gehofft schon, ja, aber die Spannung blieb bis zum Schluss“. Als dann das Team von Radio Primaton vor dem Vereinsheim vorfuhr und den Scheck überreichte, da erst war alles klar, da erst konnten die Sektkorken knallen. Und, dass Waldberger DJK`ler zu feiern verstehen, das haben sie schon am 26. Januar unter Beweis gestellt, als das Bockspringen vom Ortsausgang Waldberg zum Kreuzberg gestartet wurde. Die Mühe, acht schneebedeckte steile Kilometer mit Bockspringen überwinden hat sich nun in barer Münze ausgezahlt.
Zur Siegerehrung und Preisübergabe waren natürlich auch wieder alle Teilnehmer zusammen gekommen und feierten miteinander eine tolle Party. Übrig gebliebene Silvesterraketen wurden gezündet, die Rhönmusikanten spielten und es gab Freibier und Leberkäsebrötchen für alle. Bilder vom Event wurden gezeigt und Erinnerungen an die schweißtreibende Bocksprung-Tour zum Kreuzberg wurden wach.
Dass ein Verein den Kreuzberg bockspringend erklimmt, das gab es noch nie – diese geniale Idee haben Fans und Anhänger der DJK Waldberg aus der gesamten Region unterstützt. Zwei Wochen war Zeit für die DJK Waldberg zu voten. „Es haben viele aus dem ganzen Landkreis und auch darüber hinaus für uns gestimmt. Dafür ein herzliches Dankeschön. Viele fanden unsere Idee einfach genial“, freute sich Mario Ziegler, dass der Bekanntheitsgrad der DJK Waldberg dem Verein die 10.000 Euro bescherte. Auch den vielen Sponsoren, die das Bockspringen und die Siegesfeier unterstützten, trugen zum Erfolg der Aktion bei, sagte Ziegler. Nur durch die breite Unterstützung sei es möglich gewesen so ein tolles Fest zu feiern.
Auch wenn die Preisübergabe ausgiebig gefeiert wurde, so war das eigentliche Event doch das Bockspringen, darüber waren sie die DJK`ler einig. „Auch wenn wir nicht gewonnen hätten, es war eine geniale Sache. Das ganze Dorf war auf den Beinen, die Kameradschaft und Geselligkeit wurde gestärkt, alleine dafür hat es sich gelohnt“, so Ziegler.
Beeindruckend war für ihn auch das Engagement der Waldberger in der Votingphase. Die acht und neunjährigen Grundschulkinder sind mit Unterschriftenlisten durch den Ort gegangen, um Stimmen einzusammeln. Beim Altweiberfasching in Bischofsheim, in der Schule und beim Fasching in Waldberg wurden weitere Unterschriften gesammelt. Radio-Primaton erkannte auch diese Stimmen an, da nicht jeder die Möglichkeit habe über Internet zu voten. „1.000 Stimmen haben wir über die Unterschriftenlisten bekommen“, sagte Ziegler. „Insgesamt waren es weit über 30.000 Stimmen, die wir bekommen haben.“
20,1 Prozent der Stimmen konnte die DJK Waldberg auf sich vereinen und liegt damit in deutlicher Führung vor den Korbballerinnen aus Waldsachsen, die eine Reifenkolonne bildeten und von Marktsteinach bis nach Schonungen gelaufen waren. Sie konnten 18,6 Prozent der Stimmen bekommen. Auf Platz drei kam mit 17,8 Prozent der Heart Chor Sulzthal mit einer Body Percussion Performance.
Aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld war außerdem die DJK Olympia Schönau mit dabei, sie haben per Rhönrad Strom erzeugt und einen Weihnachtsbaum zum leuchten gebracht. Die Schönauer bekamen 1,5 Prozent der Stimmen.
Die DJK Waldberg wird ihr Versprechen einhalten und vom Preisgeld 500 Euro an den örtlichen Kindergarten übergeben. 
Bericht und Bilder: Marion Eckert, Rhön- und Saalepost

 


 

Für 20, 25, 30 bzw. 40 Jahre Vereinstreue wurden diese Mitglieder im Rahmen des sonntägigen Ehrennachmittags der DJK Salz ausgezeichnet.

Sportliche Aushängeschilder der DJK Salz (von links): Anna Endres, Verena Vogt, Carolin Vogt sowie Lothar Ganß

  
Ludwig-Wolker-Relief für Vereinsoberhaupt Matthias Müller
Gelungener Ehrennachmittag der DJK Salz mit zahlreichen Auszeichnungen
 
Salz (gufi). Das Flötenensemble „Vierklang“ (Leonore Knieß, Katja Hammelehle-Rieger, Christina Fuhl, Stefanie Wirsing) unter der Leitung von Gunda Schwenn sorgte am Sonntagnachmittag für die gelungene musikalische Umrahmung des diesjährigen Ehrennachmittags der DJK Salz, der unter der bewährten Leitung von Astrid Limpert und Yvonne Patermann stand.
Zunächst wurden dabei langjährige Mitglieder für 20, 25, 30 sowie 40 Jahre Vereinstreue ausgezeichnet. In den jeweiligen Eintrittsjahren hieß der Bundeskanzler beispielsweise noch Willy Brandt (1972), die Sängerin Nicole gewann mit ihrem Ohrwurm „Ein bisschen Frieden“ den Eurovision Song Contest (1982), Matthias Rust landete mit einer Chessna auf dem Roten Platz in Moskau (1987) oder das Tennis-Duo Steffi Graf/Anke Huber triumphierte für Deutschland im Fedcup.
Anschließend wurden in Anwesenheit des stellvertretenden Bürgermeisters Martin Schmitt sowie der beiden DJK-Ehrenvorsitzenden Erhard Kümpel und Reiner Chlebowy diverse Ehrenzeichen des Bayerischen Landessportverbandes (BLSV), der Bayerischen Sportjugend (BSJ) und der Deutschen Jugendkraft (DJK) überreicht.
Die stellvertretende DJK-Diözesanvorsitzende Karin Müller (Bad Neustadt) hatte dabei als Grußwort ein Zitat von „Turnvater“ Friedrich Ludwig Jahn als Grußwort parat: „Man trägt ein göttliches Gefühl in seiner Brust, wenn man erst weiß, daß man etwas kann, wenn man nur will.“
Im Mittelpunkt stand in diesem Ehrungsblock die Übergabe des Ludwig-Wolker-Reliefs an den Vereinsvorsitzenden Matthias Müller für dessen Verdienste um die Sälzer DJK. Dabei stellte Limpert insbesondere die Nachhaltigkeit des Müller'schen Wirkens heraus. So habe das zwischenzeitlich seit 1998 in Amt und Würden stehende Vereinsoberhaupt beispielsweise anno 1986 landkreisweit das erste örtliche Ferienprogramm ins Leben gerufen. Jüngstes Projekt sei die Gründung der vereinseigenen Stiftung mit einem erforderlichen Startkapital von immerhin 50.000,- Euro gewesen.
Matthias Müller selbst wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass er die zahlreichen Projekte (u.a. auch „Sterne des Sports“, „Aktion Mensch 2000“, Sportangebot „Ich kann's“ etc.) nur dank einer funktionierenden Mannschaft habe bewerkstelligen können, „weil ich auf entsprechende Unterstützung angewiesen bin“. Besonders gewürdigt wurde hier auch gleich das Engagement von Astrid Limpert selbst, die seit 1985 vor allem mit ihrem „Astrid-Turnen“ für Kinder zu einer festen Institution im Verein geworden sei.
Weiter ging's mit der Auszeichnung besonders erfolgreicher Sportler aus der Leichtathletik-Abteilung um den unterfränkischen Berglaufmeister Lothar Ganß sowie der abschließenden Ehrung verdienter „Heinzelmännchen, ohne die ein Verein nicht leben kann“. Angefangen vom „Mann für alle Fälle“ Anton Böhm über Franz-Josef Klinder („Meister der Bratwurst und Herr des Sportheims“), Michael Liebaug („Beauftragter für Heizung und Sanitär“) sowie Homepage-Initiator Michael Zapf bis hin zum „Haus- und Hofmeister“ Waldemar Klippert.
 
Bericht von Gunther Fink (Rhön- und Saalepost)
Oktober 2012

Heiko Müller (von links), die stellvertretende DJK-Diözesanvorsitzende Karin Müller, Roland Werling, Matthias Müller, Marcel Becher, Astrid Limpert, Harald Becher und Thomas Bätz anlässlich der Ehrung für verantwortliche Mitarbeit in der DJK Salz

Franz-Josef Klinder (von links), Michael Zapf, Anton Böhm und Waldemar Klippert zählen bei der DJK Salz zu jenen fleißigen „Heinzelmännchen, ohne die ein Verein nicht leben kann“