Kreisverband Rhön-Grabfeld

Nachruf auf den Ehrenvorsitzenden des DJK Kreisverbandes Rhön-Grabfeld

„Meine Kräfte sind zu Ende, nimm mich, Herr, in deine Hände.“ Diese Zeile gaben seine beiden Kinder mit auf seine letzte Reise, nachdem Waldemar Ullrich am 20. April 2018 im Alter von 71 Jahren verstarb.

Als stellvertretender Kreisverbandsvorsitzender der Deutschen Jugendkraft (DJK) übernahm er 1986 das Amt des Vorsitzenden von Siegfried Baumbach, nachdem er 1982 dem KV beigetreten war um sich für das Amt des Stellvertreters zur Verfügung zu stellen.

Ab dem Jahr 2006 bildete er mit seinen Nachfolger Jürgen Gensler bis zu seinem Rücktritt eine Doppelspitze, um ihn behutsam wie effektiv auf die Führung des Kreisverbandes vorzubereiten und somit einen lückenlosen Übergang zu gewährleisten. 2007 gehörte Waldemar Ullrich bereits 25 Jahre dem KV an und wirkte insgesamt 36 Jahre in der Vorstandschaft des DJK Kreisverbandes, davon 26 Jahre als 1. Vorsitzender. Er war über drei Jahrzehnte in unserer Region das Gesicht der DJK, in die er Zeit seines Lebens viel Energie und Enthusiasmus investiert hat. Beim Ende der Ära Ullrich meinte er einst: Er habe bei seiner Vorstandstätigkeit sehr viel Freude gehabt und letztlich über sein Hobby auch seinen Lebensinhalt bei der DJK gefunden.

Er kümmerte sich inständig um die Belange der DJK Vereine im Kreisverband Rhön Grabfeld Sein Anliegen war stets ein klares Bekenntnis für seine christliche Weltanschauung. Dabei stand für ihn die Kameradschaft im Vordergrund in Verbindung mit dem gemeinsamen Erleben unter den Sportlern, wobei er die Leistung nicht vor, sondern neben der Gesundheit des Körpers sah. Die DJK lag ihm immer sehr am Herzen. Er verkörperte ihre Ideale, gemeinsam mit den 23 Kreisvereinen. Wenn es ihm möglich war, ließ er es sich nicht nehmen persönlich bei den Jahreshauptversammlungen anwesend zu sein und sie bei ihren Jubiläen mit Rat und Tat zu unterstützen und zu fördern. In seine Amtszeit fiel auch die Feier zum 50-jährigen Bestehen des DJK Kreisverbandes Rhön-Grabfeld im Oktober 2001 in Schönau.

Ein Schlaganfall schränkte Waldemar Ullrich in seinem Tatendrang ein, was ihn aber nicht daran hinderte, weiterhin sein Amt als Kreisvorsitzender auszuüben. Seine Verantwortung und Hinwendung zur DJK gaben ihm Kraft, bis er sein Amt im Jahr 2009 an Jürgen Gensler abgab. Der Kreisverband würdigte seinen großen Einsatz für die DJK und ernannte ihn zum Ehrenvorsitzenden. Waldemar Ullrich lebte DJK, wir haben ihm Vieles zu verdanken.

G. Müller


 

Frauentag 2015 im DJK Kreisverband Rhön-Grabfeld
Neue Eindrücke vom Findelberg

Am Samstag, den 31. Oktober, trafen sich zahlreiche Frauen aus dem Kreisverband Rhön-Grabfeld in Wülfershausen um 10 Uhr zu einem gemeinsamen Frühstück, das Johanna Gensler, Frauenbeauftrage des DJK Kreisverbandes Rhön-Grabfeld, und Nadine Kiessner, Jugendleiterin des DJK Kreisverbandes Rhön-Grabfeld, vorbereitet haben.

Peter Schubert, geistl. Beirat vom DJK Kreisverband Rhön-Grabfeld, begrüßte uns mit besinnlichen Worten zum Thema: Lebenssinn.

Danach wanderten wir auf dem gepflegten Fahrradweg von Wülfershausen zur Wallfahrtskirche „Maria, Trösterin der Betrübten“ auf dem Findelberg in Saal an der Saale. Schon unterwegs wurden interessante Gespräche über die im September stattgefundene DJK Landeswallfahrt geführt. Einige der Frauen erinnerten sich, dass sie auch bei der DJK Landeswallfahrt vor 5 Wochen von Sommerach nach Münsterschwarzach dabei waren. Auch damals wie jetzt konnten wir die warmen Sonnenstrahlen des angenehmen Herbstes genießen.

Auf dem Findelberg angekommen erwartete uns Frau Rita Ebner, die uns wissenswertes über diesen Wallfahrtsort erzählte, unter anderem, wie es zu dieser Wallfahrtskirche kam. Der Findelberg ist neben Ipthausen einer der alten Wallfahrtsorte im Grabfeld. Die Kirche ist Maria, der „Trösterin der Betrübten“, geweiht und eine Station des fränkischen Marienwegs. Folgende Legende erzählte sie den erwartungsvollen Damen:
Ein Hirte fand ein Muttergottesbild beim Hüten seiner Schweine auf einer kleinen Anhöhe bei Saal. Er brachte es in die Dorfkirche von Saal. Am anderen Morgen fand man es wieder an der Fundstelle. Nun trug man es in die Kirche nach Wülfershausen. Aber auch hier kehrte es zum Findelberg zurück. Zuerst heftete man das „wandernde Gnadenbild“ an einen Bildstock. Später verehrten die Gläubigen das Marienbild in einer kleinen Kapelle, und schließlich wurde von 1781 bis 1786 eine größere Wallfahrtskirche im Empirestil errichtet.

Auch die Außenanlage am Findelberg ist sehr interessant, z. B. wurde ein neues Kreuz errichtet mit einem Platz für den Altar, der aus der Kirche geholt und im Freien aufgestellt wurde, um hier Gottesdienste zu feiern.

In der Kirche hielt Peter Schubert für uns noch eine kleine Andacht mit Gedanken zum anstehenden Feiertag Allerheiligen.

Am Schluss wanderten wir wieder zurück nach Wülfershausen, wo wir im Sportheim mit Kaffee und Kuchen den Tag ausklingen ließen. Karin Müller, stellv. DJK Diözesan-Vorsitzende, bedankte sich bei den Organisatorinnen Johanna Gensler und Nadine Kiessner für diesen besinnlichen, informativen und erholsamen Tag.

Karin Müller