Seniorenarbeit im DV

110 DJK-Senioren wandern durch Burghausen - 16.08.2017

Wie eine große Familie
BURGHAUSEN (ar) Einmal im Monat lädt der DJK-Diözesanverband Würzburg zu einem Seniorenwandertag in einem seiner Kreisgemeinschaften ein. Dieses Mal hatte sich die DJK Burghausen von der DJK-Kreisgemeinschaft Schweinfurt bereit erklärt, diese Veranstaltung am westlichsten Landkreisende durchzuführen. Walter Weidner, Seniorenbeauftragter der DJK Burghausen, hatte dazu ein acht Kilometer lange Strecke ausgesucht und mit einem großen Helferteam für einen perfekten Ablauf gesorgt.
Nach einer kurzen Begrüßung durch Bürgermeister Anton Gößmann startete die Wanderung mit etwa 110 Teilnehmern in der örtlichen Pfarrkirche „Mariä Geburt und St. Valentin“ des 270-Einwohnerdorfes. Ingrid Kuhn gab dort einen kurzweiligen Einblick in die Geschichte der Kirche sowie in die Entstehung der Pfarrei, die 1601 von Pfarrer Andreas Müller, „Sporer“ genannt, gegründet wurde. Mit Stolz wies sie auf die 2007 durchgeführte gelungene Innenrenovierung hin, seit der der Hauptaltaraufsatz mit Tabernakel eine Zierde ist. Der Altar war zuvor in der Kirche von Rimpar sowie zuletzt in der Würzburger Stift-Haug-Kirche gestanden.

Der Wanderweg führte auch nach Wülfershausen, wo Elmar Heil an der Vierzehnheiligenkapelle deren Entstehungsgeschichte vorstellte. Der Bauer Johann Georg Nöth hatte die alte Kapelle als Haupterbe eingesetzt. Drei Versteigerungstermine seines Hofrates brachten 9000 Mark ein, die für den Neubau der Kapelle, die 1889 eingeweiht wurde, ausreichen sollten.

Nach einer Meditation mit Gebet und Marienlied, gehalten von Diakon Anton Blum, machte die Wandergruppe noch einen kurzen Halt an einem Gefallenengrab an der Straße nach Schwemmelsbach. Elmar Heil berichtete, dass dort beim Einmarsch der US-Truppen drei junge Soldaten getötet wurden.

Pünktlich um 13:00 Uhr endete die Wanderung im DJK-Sportheim, wo bereits das Mittagessen auf die Hungrigen wartete. Begeistert waren die auch von dem frisch gebackenen Käseplootz, für den die Burghäuser weithin bekannt sind.

Edgar Lang, DJK-Diözesanvorsitzender, zeigte sich beeindruckt von der gut organisierten Wanderung und bedauerte, wegen anderer Verpflichtungen nur selten an solchen Veranstaltungen teilnehmen zu können. Die Wanderung sei „sehr familiär“ verlaufen und habe ihn „so richtig aufgebaut“. Adolf Weber, DJK-Kreisvorsitzender, sprach der DJK Burghausen ein Kompliment für die Durchführung aus, zumal es immer schwieriger werde, Vereine zu finden, die an einem normalen Werktag die Versorgung so vieler Personen übernehmen wollen oder können

Bericht und Bilder: Elmar Heil


Karbach als Gastgeber für die Seniorenwanderung am 19.07.2017

Wir erkundeten das Mühlental und Mattenstatt Bei herrlichem Sonnenschein (sprich dem heißesten Tag der Woche – um 10 Uhr schon um die 26 Grad!) erkundeten gut 60 engagierte Wanderer der DJK, das Mühlental des Karbachs sowie das ehemalige Kloster Mattenstatt (Mordenstadt) gegenüber Hafenlohr.
Geführt wurde die Schar durch den langjährigen, örtlichen DJK-Vorsitzenden, Siegfried März. Kenntnisse über die insgesamt 17 Mühlen und das ehemalige Klösterlein vermittelte Josef Laudenbacher. Für die Verpflegung der Gäste, sorgte DJK-Vorstandsmitglied Charly Ziegler und Wolfgang Schüppert.
Gaby Rothenbucher, "Chefin" des DJK-KV Würzburg, sowie Rudi Krebs, Seniorenbeauftragter des DJK-DV Würzburg, organisieren hervorragend die Wanderungen. Sie bilden den "Knoten im Netzwerk".
Die DJK Karbach hat die Seniorenwanderung für den Kreisverband Würzburg nach 2015 zum zweiten Male ausgerichtet. Der Ehrenvorsitzende der örtlichen DJK, Siegfried März, begrüßte zusammen mit Edgar Lang (Tiefenthal), Diözesanvorsitzender, die über 60 Gäste, bevor Siegfried März die Führung übernahm.
Das Karbachtal war einst mit insgesamt 17 Mühlen am Karbach entlang, ein Mühlenzentrum. Heute noch zum Teil mit Mühlrad und Mahleinrichtung erhalten sind auf Karbacher Gemarkung beginnend die zwei Neu- oder Vogelsmühlen, die früher dem kleinen Adelsgeschlecht "Kottwitz von Aulenbach" gehörten. Die beiden Königsmühlen, in Karbach, am südöstlichen Ortsrand, dann die beiden "Mittelmühlen am Steinbrunnen", auch Vogels- oder Ittensohnsmühle genannt. In letzterer wird wieder Strom erzeugt. Die Breit- oder Schüppertsmühle, ab 1280 als Domvikariatsmühle erstmals erwähnt, konnten wir besichtigen. Gut erhalten sind noch die alten Mühleinrichtungen und Transmissionen. Durch Umbaumaßnahmen musste eine neue Fischtreppe errichtet werden. Ein neues Mühlrad dreht sich wieder und erzeugt Strom aus Wasserkraft. Weiter am Karbach entlang, dem Main zu, erscheinen dann die beiden Fuchsenmühlen Richtung Zimmern, und schließlich die einstigen beiden Hessen- oder Evangelistenmühlen. In der Hessenmühle wechselten in 400 Jahren die Besitzer 22 mal. Der Immobilienkaufmann Adami aus Würzburg ließ u. a. die weltbekannte Musikgruppe ABBA zur Freude vieler geladener Gäste aufspielen. Die einstigen vier Mühlen, wie die Neumühle (Familie Pfeuffer), Holz- (Familie Ehehalt), Rosen- (Familie Kneipp) und Brunnenmühle (Familie Nüchtern), vor der Hessenmühle und Rothenmühle liegen auf der Gemarkung Roden. Hinzu kam noch die Schmittsmühle und eine Sägemühle vor Zimmern. Rund um die Mühlen wusste Laudenbacher lustige Episoden der einstigen Besitzer zu erzählen: Von ihrer Streitfreudigkeit und verschwundenen Schinken.

Pünktlich mit dem 12-Uhr-Läuten, der Pfarrkirche Zimmern und gegenüber von der Pfarrkirche Rothenfels, trafen wir zu einer Erfrischungspause, auf der "Sonnenseite von Rothenfels", an der ehemaligen Fähre, ein. Die Pause tat allen aufgrund der hohen Temperaturen sichtlich gut.

Danach führte uns der Weg zum einstigen Kloster Mattenstatt, wo 1998 die Verlegerfamilie Horst Bröstler die Kapelle St.-Kilian errichten ließ, nachdem die Marktgemeinde Karbach, in der Gebietsreform ab 1972, Grund und Boden, der bis in die Mitte des Maines reichte, zugunsten Marktheidenfeld/Zimmern abgetreten hatte. An diesem geschichtsträchtigen Ort soll um 1210 eine blutige Schlacht zwischen den Fürstbischöfen von Mainz und Würzburg und dem fränkischen Adel getobt haben. 1224 wurde zur Erinnerung der Grundstein für eine Kapelle gelegt und 1226 dem Heiligen Blasius und Eucharius geweiht. Mattenstatt wurde zu einem beliebten Wallfahrtsort. Die Mainfährenrechte in der Nähe gehörten dem Kloster. 1520 erwähnt auch Albrecht Dürer auf seiner Main-Reise in die Niederlande dieses kleine Kloster. 1558 erlischt das klösterliche Leben. 1610 lässt Fürstbischof Julius Echter das Kloster abbrechen. Die Mauersteine, u.a. die Grundsteine, werden mit dem Schiff flussaufwärts nach "Rottenfels" gebracht und dort in die neue Stadtpfarrkirche 1614 eingemauert. Die eine Hälfte auf dem Kopf stehend. 1983 wurde die Überreste von Mauern freigelegt; 1984 ein Sandsteinblock zur Erinnerung eingeweiht und archäologische Ausgrabungen durchgeführt. Hier reihte Laudenbacher die Sage vom hl. Blasius ein, den die Hafenlohrer aus dem Kloster gestohlen und in ihre Pfarrkirche, die Jacobus dem Älteren geweiht ist, aufgestellt hatten. Doch Blasius rutschte, weil es ihm hier nicht gut genug ging, im Winter über den zugefrorenen Main wieder in sein Domizil zurück. Als die Hafenlohrer ihm aber einen Gedenktag versprachen blieb er auch dort. Die über 750 Jahre alte spätromanische Statue in goldenem Hintergrund, ist auch heute noch ein Blickfang in St.-Jacobus in Hafenlohr.

Ein kurzer besinnlicher Text von Gaby Rothenbucher „Du bist wertvoll“ brachte auch die 3. Säule der DJK an diesem geschichtsträchtigen Ort zum Tragen. Eine Reihe von Bildstöcken auf der Wanderung erweckten das Interesse.

Wandern macht Durst und Appetit, wie man im Tennisheim der DJK bei der Schlussrast erleben konnte, wo die Wandergruppe von der DJK-Küchenmannschaft verköstigt wurde. Bevor es dann „ÖBBES“ zu essen gab, wurde von Gaby Rothenbucher das bekannte alte fränkische Wort: „ÖBBES“ genauer unter die Lupe genommen! Vielem davon konnten die Gäste mit einem Augenzwinkern zustimmen. Wonach dann alle weiteren Aussagen mit dem „ÖPPES“ geschmückt wurden. Das gebotene "Gesamtpaket" hat offenbar allen Gästen ausnahmslos gefallen. Der Kreisverband Würzburg dankt der DJK Karbach für diesen schönen Tag.

Text: Josef Laudenbacher und „Öbbes“ von Gaby Rothenbucher


Seniorenwandern im 1. Halbjahr 2014

 
Begeisterndes Wandern – neue Gesichter, hohe Erwartungen
 
Einen Bilderbuchstart ins neue Wanderjahr erlebte das Seniorenwandern im DV Würzburg der DJK mit einer bisher noch nicht erreichten Rekordbeteiligung: 112 Personen lockte das Programm des Kreisverbandes Schweinfurt nach Eckartshausen bei Werneck. Bestaunten die Gäste schon die gelungene Gestaltung des Dorfplatzes mit der historischen Wallfahrtskirche als Mittelpunkt, war man allgemein überrascht von der ansehnlichen Renovierung und das neue Erscheinungsbild im Inneren des altehrwürdigen Gotteshauses. Viel Mühe hatten sich die Verantwortlichen aber auch gegeben mit der Auffrischung der Wallfahrtsgeschichte in der Dorfbevölkerung, selbst ein völlig vergessenes Wallfahrtslied wurde neu aufgelegt. Heute besuchen die gotische Kirche mit ihrer Barockausstattung nicht mehr viele Wallfahrer; sie ist in erster Linie Ziel von Wanderern und Radtouristen, die auf dem "Fränkischen Marienweg" - ins Leben gerufen vom früheren Hammelburger Pfarrer Josef Michael Treutlein - unterwegs sind. Zu sehen bekamen die DJK-Wanderer aber auch in der Umgebung des Ortes einen riesigen Steinbruch, der über Jahrhunderte das Material für die Wallfahrtskirche Eckartshausen wie auch für viele Bauwerke in Würzburg und Umgebung lieferte. Ergänzt wurden diese Informationen bei einem Besuch in einem alten Steinmetz-Betrieb, der diesen Qualitätssandstein noch zu bearbeiten versteht.
 
Auch beim Wandertag der Senioren im Mai, zu dem die DJK Gramschatz geladen hatte, gab es zunächst einen überaus sehenswerte, reichlich ausgestattete Barockkirche zu bewundern, viel zu groß für die kleine Dorfgemeinde mit nur rund 500 Einwohnern. Aber das bemerkenswerte Gotteshaus im Zentrum des Ortes profitierte schon in seiner Bauphase wie auch später in seiner üppigen Ausgestaltung von Baumeistern aus Italien, die zu dieser Zeit von den Fürstbischöfen an der Residenz in Würzburg engagiert waren und immer voll ausgelastet sein mussten.
Die mehr als hundert Teilnehmer lernten aber auch beim Gang durch die Flur des recht waldreichen Dorfes, heute Ortsteil von Rimpar, die besondere Lage im Mittelpunkt der "Fränkischen Platte" kennen, der fantastische Ausblicke bis hinüber in den Steigerwald, nach Thüringen und hinauf in die Bayerische Rhön zulässt. Rast war an der Faustenbacher Kapelle, zum Dank gestiftet von Kriegsheimkehrern aus dem 2. Weltkrieg. An der "Laueiche", einem Markierungspunkt im Wegenetz früherer Zeiten, wurde den Wanderern noch einmal die Bedeutung der Mittelpunktslage eines kleinen fränkischen Dorfes deutlich.
 
Gar 115 Teilnehmer ließen sich beim Wandertag im Juni von Albin Kemmer in den Steigerwald locken, um sich im neu errichteten "Wald- und Nachhaltigkeitszentrum" über die besondere Bedeutung des Waldes und dabei gerade auch um die außergewöhnliche Situation des Steigerwaldes zu informieren.
Das Nachhaltigkeitszentrum entsteht in Handthal, einem idyllischen Winzerort am nördlichen Rand des Steigerwaldes. Es will aufmerksam machen auf die vielfältige Bedeutung des Waldes, die nach der Nutzung vor allem in dessen Schutz und Erhaltung zu sehen ist. Eine anschauliche Dauerausstellungen sowie "Mitmachstationen" sprachen die Besucher sehr an. In fachlich-wissenschaftlichen Wechselausstellungen wie mit kulturellen und künstlerischen Themen will man künftig den Gedanken der Nachhaltigkeit stärker gewichten.
Es gibt ehrgeizige, pädagogisch ausgerichtete Ziele; dazu entstehen Erlebnis- und Informationspfade, wie der neu konzipierte Waldwipfelpfad nahe Ebrach, der in einer Höhe von 40 m, 1150 m lang im Entstehen ist. Ein ganzjähriges Spektakel soll es werden und Besucher das "Spiel der Jahreszeiten im Steigerwald" erleben lassen. Von den bisher zugänglichen Stationen machten die Wanderer um Albin Kemmer reichlich Gebrauch, gemäß dem Motto: "Der Wald - unser Schatz."
Ganz anders geartet waren Programm und Ablauf des Wandertages im Juli, zu dem Rudi Krebs die DJK Weichtungen als Gastgeber gewinnen konnte. Zwar scheiterte der Besuch der Einrichtungen um Maria Bildhausen und insbesondere ein "Schnupper-Schnellkurs" auf dem berühmten Golfplatz an in DJK-Kreisen nicht gewohnten Gebühren. Dafür gab es Außergewöhnliches: Den Verantwortlichen der DJK Weichtungen war es gelungen, ihren Geistlichen Beirat, Herrn Pfarrer Finger (Poppenlauer) zur Führung der Gäste zu gewinnen. So wanderte die erneut große Schar durch das malerische Ransbachtal, wo sich unweit des Ortes eine ansprechend gestaltete Mariengrotte befindet. Diese beging in diesem Sommer ihr hundertjähriges Jubiläum, ein Ort zum Rasten, Besinnen, Beten und Singen. Pfarrer Finger nutzte dabei aber auch die Gelegenheit, die Gäste über einen besonderen Bürger des Ortes zu informieren: P. Lucius Roth, Benediktiner, 1890 geboren in Weichtungen, 1914 in Rom zum Priester geweiht, anschließend in Korea in der Mission tätig, bis er 1949 verhaftet und 1950 in Nordkorea als Martyrer hingerichtet wurde. Ebenso begeistert stellte der rührige Pfarrer den aufmerksamen Zuhörern auf dem Rückweg die Pfarrkirche St. Josef vor. So lernten DJK-Senioren nicht nur ein überaus schmuckes Dorf kennen, die ganze Landschaft hatte es vielen Teilnehmern angetan, ob man sie "Schweinfurter Rhön" oder touristisch "Schweinfurter Oberland" nennen mag. Und auch die DJK Weichtungen hat sich als Gastgeber einen Namen gemacht.
 
Zieht man nun nach der Hälfte der Wandertage bereits ein Resümee für 2014, so lässt sich feststellen: Das Interesse ist auch im neunten Jahr des DJK-Wanderns ungebrochen, hat mittlerweile zu regelmäßig über hundert Teilnehmern geführt, obwohl nicht mehr alle Stammbesucher aus der Anfangszeit dabei sind. Dafür hat man gerade heuer verstärkt den Eindruck, dass viele neue Gesichter mit hinzu gekommen sind, des Wanderns wegen und des Beiprogramms wegen. Den DJK- Vereinen mit regen Verantwortlichen gelingt es, mit attraktiven Angeboten den Verein, den Heimatort sowie dessen Umfeld zu präsentieren. Die Teilnehmer selbst genießen zudem die Gemeinschaft und das Zusammensein danach: Ohne Singen geht gar nichts, da darf es ruhig auch etwas später werden.
 
Diesen Bericht von Herbert Naß können Sie unter Zeitschrift in "Wegezeichen 2/2014" nachlesen oder als einzelne pdf-Datei

Seniorenwandern im 2. Halbjahr 2012

Kulturelle Angebote gehören zum Wandern in der DJK
 
„Was haben wir in den sieben Jahren seit Bestehen des Seniorenwanderns in der DJK in den sieben Kreisverbänden des DV Würzburg doch alles zu sehen bekommen und erlebt,“ zog Rudi Krebs, der Seniorenfachwart im Verband am Ende des Wanderjahres 2012 eine überaus positive Bilanz. „Zusammen mit den jeweils angehängten Terminen, immer im November eines jeden Jahres waren das weit über 50 Erlebnistouren zum Kennenlernen unserer fränkischen Heimat.“
 
Ein Musterbeispiel geradezu für den Ablauf dieser so beliebten Wandertage lieferte im August 2012 der KV Steigerwald, der die Wanderfreunde nach Volkach kommen ließ. Aber nicht der „Perle an der Mainschleife“ sollte der Besuch gelten, Wanderwart Erhard hatte sich eine Rundtour mit dem Hauptziel Gaibach vorgenommen.
Zur Begrüßung der DJK-Gäste kam sogar der „Volkacher Ratsherr“ persönlich, um den mehr als 80 Teilnehmern dieses bekannte Fleckchen rund um seine Stadt vorzustellen. Das Hauptinteresse galt aber Gaibach, einem Volkacher Stadtteil. Auch hier hatten die Verantwortlichen des KV für eine kompetente Führung durch den Tourismusverband gesorgt, die zunächst das Gaibacher Schloss, einen Renaissancebau aus den Zeiten der Schönborn, seit 1949 ländliches Gymnasium mit angeschlossenem Internat, vorstellte. Nicht weit war es dann zur Pfarrkirche „Zur heiligsten Dreifaltigkeit“ im Ort, einer schlichten Barockkirche, 1743 – 1745 von Balthasar Neumann im Auftrag des Fürstbischofs errichtet. Mit der Rundkirche „Zum heiligen Kreuz“ auf einer Anhöhe nördlich des Ortes besuchte die Gruppe einen weiteren bedeutenden Sakralbau. Dieses Gotteshaus wird zwar nicht mehr so häufig aufgesucht, lebt aber auch heute noch von der Wallfahrertradition an der Mainschleife. Beide Kirchen besitzen berühmte Orgeln, unter Fachleuten weithin anerkannt.
Von hier aus zog die Wandergesellschaft weiter die Weinbergslagen hinan zur Konstitutionssäule auf der Höhe, ein Bauwerk, das der damalige Schlossherr aus Freude über die Bayerische Verfassung von 1818 in seinem Englischen Garten errichten ließ. Hier spendeten die Gastgeber Weinproben aus bekannten Lagen der Umgebung, ehe man mit dem Besuch der Wallfahrtskirche „Maria im Weinberg“ ein weiteres Hauptziel ansteuern ließ. Das außergewöhnliche Marienheiligtum war nach intensiver Renovierung erst wieder zugänglich und ließ die Besucher staunen über die gelungene Gestaltung rund um Tilmann Riemenschneiders Madonna im Rosenkranz. Nach so viel kulturellen Höhepunkten sowie einer kleinen Marienverehrung danach kam man schließlich noch im Sportheim der DJK Rimbach zum geselligen Ausklang zusammen.
 
Mehr als gelungen kam der Wandertag im Oktober bei den Senioren an; dazu hatte die DJK Mühlbach für den KV Rhön-Grabfeld eingeladen. Stellvertretender DV-Vorsitzender Peter Eschenbach begrüßte eine stattliche Anzahl von mehr als 80 Teilnehmern, während seine Schwester – Stadträtin in Bad Neustadt – die Gäste führte. Durch eine herbstlich gefärbte Landschaft wanderte die lange Reihe zunächst entlang eines aufschlussreichen Rundweges „Durch den Muschelkalk“, der interessante Einblicke in die Geologie des dortigen Raumes zuließ. Die Route führte schließlich nach Löhrieth, dann weiter auf eine Anhöhe zum Hauptziel des Tages, einem Canyon gleichen Steinbruch, der mit seinen Ausmaßen und seiner Ausbeutung über die Jahrhunderte hinweg die Wanderfreunde nur so staunen ließ. Alle öffentlichen Gebäude von Bad Neustadt und Umgebung sind seit Menschengedenken mit diesem harten Steinmaterial dauerhaft gebaut worden.
Auf dem Rückweg zum Sportfeld der DJK gab es aber auch noch herrliche Weitblicke hinein in die Rhön zu bewundern, klare Fernsichten, wie man sie nicht alle Tage zu sehen bekommt.
Dafür war das Sportheim der DJK dann der richtige Ort für eine rundum zufriedene Gesellschaft.
 
Mit der Einladung nach Aschfeld im Bachgrund sowie Orten im angrenzenden Werntal hatte Seniorenwart Krebs aber zum Ausklang des Wanderjahres 2012 anfang November noch einmal Ziele zu bieten, die wiederum – wahrscheinlich durch ihr besonders ansprechendes Programm – höchste Beteiligung versprachen. So stattete man zunächst der Kirchenburg von Aschfeld unter sachkundiger Führung einen Besuch ab, fuhr dann weiter auf die Homburg bei Gössenheim und kehrte schließlich zum Abschluss des überaus erfolgreich verlaufenen Wanderjahres in einem Winzerhof ein. Freude und Erwartung auf das Wanderjahr 2013 waren jedenfalls allenthalben bereits zu spüren.